Freiluftschule Burg

aktualisiert 14.05.12 Me

 


Die Freiluftschule ist auch im Winter
Die Freiluftschule Burg gehört zum Schulbiologiezentrum Hannover.
Seit über 50 Jahren kommen zwei dritte oder vierte Grundschul- oder Förderschulklassen für eine Woche in die Freiluftschule, um sich hier mit naturkundlichen Themen auseinanderzusetzen.
Dies geschieht auf vielerlei Weise.
Am Vormittag wird von der Lehrerin der Freiluftschule und den Lehrern der Klassen ein praxisnahes Unterrichtsprogramm durchgeführt. Dabei ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler viel draußen lernen und arbeiten. Nach Möglichkeit soll dieser Unterricht mit lebendigen Tieren und Pflanzen unseres Lernortes durchgeführt werden. Die Kerncurricula werden berücksichtigt.

Frösche, Molche, Wasser und viel Matsch...

Tiere ganz nah...


Nach dem Mittagessen können die Schülerinnen und Schüler allein den 6,5 Hektar großen Wald erkunden. Dabei können sie das Erlernte des Vormittags selbstständig wieder aufgreifen. Sie dürfen mit Ferngläsern und Bestimmungsbüchern Vögel, Frösche und Eichhörnchen beobachten. Ebenso können sie aus dem herumliegenden Holz Butzen bauen,
klettern, sich verstecken und im Matsch oder am Ufer unseres Teiches spielen.


Die Erfahrungen, die sie hierbei sammeln, sind für Kinder der Stadt Hannover in ihrem normalen Lebensumfeld und Alltag nur noch selten möglich. Daher ist das freie Spielen im Wald bis um 16.00 Uhr von nachhaltigem Wert in der Aufenthaltswoche der Freiluftschule.


Folgende Unterrichtsthemen werden regelmäßig durchgeführt:

  • Einheimische Amphibien und ihr Lebensraum
  • Alles rund um die Maus
  • Untersuchungen und Bestimmungen von Tieren der Laubstreu
  • Das Haushuhn und andere Vögel
  • Das Eichhörnchen
  • Feuerexperimente
  • Schnecken
  • Einheimische Bäume
  • Der Igel


Sigrun Gieseler (Lehrerin/Freiluftschule), 021211

 

 

Infomappe für Lehrerinnen und Lehrer,
die in nächster Zeit mit ihrer Klasse einen Aufenthalt in der Freiluftschule durchführen


 

 
Inklusion - ein Thema der Freiluftschule?

 


Behindert und nicht behindert: Gemeinsam Erfahrungen sammeln!

 

     

 

 

Die Freiluftschule Burg wurde drei Wochen lang im März 2012 von jeweils einer Klasse der Förderschule (Heinrich- Ernst-Stötzner) mit einer benachbarten Grundschule (Lüneburger Damm, Pestalozzi und Groß-Buchholzer Kirchweg) besucht. Die Klassenlehrerinnen trafen sich im Januar zu einem ersten gemeinsamen Vorgespräch in der Freiluftschule, um die bevorstehenden Themen und Ziele abzusprechen. Einige Woche später besuchten sich die Klassen gegenseitig in ihren Schulen für ein erstes Kennenlernen.
Mit großer Spannung haben alle Kinder den ersten Tag in der Freiluftschule erwartet.
Sie sind offen aufeinander zugegangen und haben beiderseits viel Interesse und Empathie füreinander aufgebracht.
Gemeinsam haben die Kinder zu den Themen Huhn, Wald, Hund und Feuer gearbeitet. Nach dem Unterricht mit dem Hund kam eine Förderschullehrerin strahlend auf mich zu und berichtete, dass ein autistischer Schüler heute seit drei Wochen zum ersten Mal wieder gesprochen hätte.
Beim Lagerfeuer haben die Schüler gemeinsam gesungen, erzählt und gelacht. Auch hier war ein gutes Gemeinschaftsgefühl zu spüren.
Am letzten Tag in der Freiluftschule wurde zum Abschied das Freiluftschulenlied gesungen und wild gewunken.
Jedes Kind ist etwas besonders und hat zu einer nachhaltigen Woche in der Freiluftschule beigetragen.

Sigrun Gieseler, 25.04.2012

 

FÖJ-Projekt in der Freiluftschule Burg 2012


Sitzkreis im Wald: Ein "echter" Igel zum (vorsichtig) Anfassen!

 

Alle Kinder kennen und mögen Igel, jedoch sehen sie häufig nur die toten Tiere am Straßenrand.
Ab Mai 2012 bietet die Freiluftschule Burg das neue Thema „Igel“an.
Im Rahmen eines FÖJ-Projektes, von Leonie Ripke erstellte, wurden 15 Stationen entwickelt, die ab sofort in der Freiluftschule angewählt und durchgeführt werden können.
Das Ziel der Igelwerkstatt ist es, das Angebot für die Klassen zu erweitern, denn der Igel steht unter Naturschutz, ist ein Thema im Curriculum für die Grundschulen und bei Kindern sehr beliebt.
In der ersten Mai-Woche war eine 4. Klasse von Grundschülern zu Gast, mit der an zwei Vormittagen das Thema Igel bearbeitetet wurde.
Zu Beginn lernten die Kinder einen echten Igel kennen. Dieser hatte zuvor bei Frau Gieseler, Betreuerin und Lehrerin an der Freiluftschule, überwintert und sollte nun freigelassen werden. Nach kurzer, erfreuter Aufregung seitens der Kinder wurde er ein letztes mal gewogen. Anschließend wurde dem Igel ein Unterschlupf aus Blättern und Ästen gebaut und ihm Futter hingestellt. Dann wurde er freigelassen.
Zudem lernten die Kinder etwas über den Körperbau des Igels, die Fußspuren, sein Futter und sein Verhalten. Es wurden Unterschlüpfe im Wald gebaut und „igelfreundliche“ Gärten gemalt, Igel vermessen und Feinde erkannt und benannt. Die Kinder waren mit viel Eifer bei der Stationsarbeit und es gab viele neue Eindrücke für sie rund um den Igel.
Trotz zwischenzeitigem Regen war der Start der Igel-Werkstatt ein voller Erfolg und wir sind gespannt auf die nächsten Unterrichtswochen.

Leonie Ripke
Hannover, 14.05.2012