(Seite aktualisiert 20.03.12 Me)

EU-Projekt INQUIRE im Schulbiologiezentrum
IBSE: Inquiry based Science Education)

"Biodiversität und Klimawandel"

 


Ein Glaskolben - natürlich unbeschriftet - mit einer unbekannten Flüssigkeit: Giftig? Brennbar? Umweltgefährend?
Es gibt viele Möglichkeiten herauszufinden, worum es sich dabei handelt.
So ganz nebenbei lernt man damit eineVielzahl von Stoffeigenschaften und Untersuchungsmethoden kennen.
Und je mehr phantasievolle Köpfe zusammensitzen, desto größer die Synergieeffekte...
Oft sagt man sich: Da hätte ich ja auch drauf kommen können!

3 Fortbildungstage
im Schulbiologiezentrum Hannover
(November 2011 - Juni 2012)

 


Erster INQUIRE LehrerInnen-Fortbildungskurs im November 2011

Am 14.11.2011 fand der erste von drei Fortbildungstagen für das EU-Projekt INQUIRE zum Thema "Biodiversität und Klimawandel" im Schulbiologiezentrum statt.

Programm Pilotkurs 14.11.11


"Full House": Der Pilotkurs war gut besucht!
Foto: Timon Krause (FÖJ)

16 motivierte Pädagogen aus unterschiedlichen Schulformen erhielten vielfältige Informationen zum IBSE (Inquiry Based Science Education) aus dem EU-Projekt INQUIRE. Über den Einsatz verschiedener Methoden erarbeiteten sie ein gemeinsames Verständnis, wie forschungsbasiertes Lernen im Unterricht umgesetzt werden kann.


Links: Beim Eindampfen über der Kerze bleibt ein Rest...
Rechts: Wie hoch steigt der Meeresspiegel wenn sich das Wasser erwärmt?
Fotos: Timon Krause (FÖJ)

Über spannende Versuche zu Themen des Klimawandels, wie Treibhauseffekt und Meersspiegelanstieg erarbeiteten sie weitere Details zum Einsatz des forschungsorientierten Lernens.
Zwei weitere Fortbildungstage finden im März und im Mai statt, wo es dann hauptsächlich um Biodiversität geht.


Zweiter INQUIRE LehrerInnen-Fortbildungskurs im März 2012

Der zweite von drei Lehrerfortbildungstagen im Rahmen des EU-Projekts INQUIRE zum Thema „Biodiversität und Klimawandel“ hat am 12.03.2012
von 9.00-16.00 Uhr im Schulbiologiezentrum Hannover stattgefunden.

Er stand ganz im Namen der Biodiversität. Das Schulbiologiezentrum hat eigens zu diesem Thema eine neue Pflanzenlieferung (Klima und Pflanze) erstellt, die typische Pflanzenanpassungen an ihre Herkunftsklimazonen zeigt. Einen Einstieg in das Thema bildete das „Raumschiff Erde“, anschließend sortierten die TeilnehmerInnen die Pflanzen und ordneten ihnen Klimastandorte und Pflegepläne zu.
Dann ging es ins Detail: die Pflanzenlieferung wurde an verschiedenen „Thementischen“ genauer unter die Lupe genommen. So wurden Pflanzenorgane mikroskopiert, Fotosyntheseversuche demonstriert und ausprobiert sowie Versuche zur Transpiration und Sukkulenz durchgeführt.

Programm 2.Kurs 12.03.12

Oben: Wie sind Pflanzen an Trockenheit angepasst?
Unten":Raumschiff Erde: Knappe Ressourcen...
Fotos: Timon Krause


 

 

Im Rahmen von IBSE handeln Schüler wie forschende Wissenschaftler.

Die Schüler lernen, wie Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden gelöst werden können. Ausgehend von einer breiten Motivationslage stellen Schüler im Team eigene Hypothesen auf, entwickeln Lösungsvorschläge und führen entsprechende, möglichst selbst konzipierte Experimente durch. Anschließend werten sie Ergebnisse aus, präsentieren und diskutieren Lösungsstrategien. So erlernen Schüler Fähigkeiten zur Erarbeitung wissenschaftlicher Konzepte.

IBSE will die Lücke schließen zwischen angewandter Wissenschaft und Lehre und europaweite Standards zur Evaluierung entwickeln

Darüber hinaus soll mit diesem Projekt ein nationales und internationales Netzwerk eingerichtet werden, um IBSE weiter zu entwickeln.


Im November 2012 startet ein neuer Kursus, zu dem sich interessierte Pädagogen schon jetzt anmelden können.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Schulbiologiezentrum: 0511/16845803

 

 

Das Schulbiologiezentrum Hannover ist Mitglied des INQUIRE Projekts,
als einer von 17 EU-Partnern aus Naturwissenschaft und Bildung.

Das Ziel ist, in Zusammenarbeit mit einem internationalen Konsortium forschungsbasierte Lernmethoden für Schulen weiter zu entwickeln.
Botanische Gärten und andere außerschulische Lernorte bieten optimale Lehr – und Lernmöglichkeiten.
Hier werden motivierende IBSE-Lehrerfortbildungkurse entwickelt, die dann in die Schulen getragen werden.

Was ist Inquiry Based Science Education?

Inquire oder auch Inquiry Based Science Education (IBSE) bedeutet Fragen entwickelndes wissenschaftliches Lernen.
Inquire erarbeitet praktische Methoden, an denen Schüler lernen, wie packende Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden gelöst werden. Dabei geht es vorrangig um die Methoden und die Kompetenzen.
Ausgehend von einer breiten Motivationsgrundlage stellen Schüler im Team eigene Hypothesen auf, entwickeln Lösungsvorschläge und führen entsprechende, möglichst selbst konzipierte Experimente durch. Sie werten Ergebnisse aus, präsentieren und diskutieren und verändern ggf. die Lösungsstrategien.
So erlernen Schüler wie wissenschaftlich gearbeitet wird. Zusätzlich bildet sich ein tieferes Verständnis für das eigene Lernverhalten aus.


Das Schulbiologiezentrum Hannover ist dabei!

Mehr dazu...

http://www.inquirebotany.org

http://www.inquire-projekt.de

Botanic Gardens Conservation International (englisch)

http://www.bgci.org/education/INQUIRE

 

Biodiversität und Klimawandel

 

 

 

Wie "funktionieren" Pflanzen?
Saugt das "Blatt" die Flasche leer?

Wir wollten´s wissen...
Wie und auf welchem Wege gelangt das Wasser aus der Erde in die Blätter hoher Bäume?
Unter mehreren Hypothesen gab einige Favoriten:

  • Möglichweise besitzen Bäume Kanäle ("Wasserleitungen") in denen das Wasser hochgepumpt wird. Vielleicht saugen "kleine grüne Männchen" dran? Blätter sind ja grün...
  • Möglicherweise steigt das Wasser von selbst in diesen Kanälen hoch.
  • Möglicherweise saugen die Blätter das Wasser hoch.

Ein Modellversuch soll das klären. Dazu haben wir mehrere transparente Trinkhalme ineinander gesteckt. Das gelingt, weil die Öffnungsweiten nie exakt gleich sind so dass man in einer Tüte Trinkhalme stets passende Paare findet.
Was muss man tun, damit das Wasser in den Trinkhalmen hochsteigt?
Versuchsweise haben wir ein Blatt saugfähiges Haushaltspapier genommen, eine Ecke eingerollt und tief in den obersten Trinkhalm hineingedreht. Wenn das Papier nass wird quillt es auf und dichtet die Öffnung gut ab.
Dann haben wir die Trinkhalme auf den Kopf gestellt und langsam mit Wasser gefüllt, umgedreht und schnell (!) in eine mit Wasser gefüllte Flasche gestellt.

Und:
Es klappt (Aber nur, wenn man herausfindet, warum es oft nicht klappt)
Und wenn es klappt:

  • Mit wie vielen Trinkhalmen funktioniert das?
  • Von welchen Bedingungen hängt das ab?
  • Im Baum gibt es keine Trinkhalme und Blätter bestehen nicht aus Papier: Was ist dort gleich, was ist anders?

Fragen über Fragen:
Auf dem Weg zum Rekord ergeben sich Fragen und Antworten (fast) von selbst - Und ständig neue Fragen die zu neuen Antworten führen...

Passend dazu:
"Botanische Physik aus dem Rucksack" (2004)